Plastikfrei, Verpackungsfrei, Zero Waste #2

Vor rund einem Jahr habe ich hier einen Beitrag [KLICK] zum Thema plastikfrei, verpackungsfrei und ZeroWaste eingestellt und euch darin kurz erläutert wie ich den Sprung dorthin versuche zu schaffen und wieso es mir ein Anliegen ist, darüber zu schreiben. Ein Jahr später möchte ich euch ein Update geben und das auch zwei Gründen. Zum einen hilft es mir als Resumee, um einfach mal zu sehen, wo ich persönlich stehe und wo ich gerne noch hinmöchte. Der zweite Grund ist meine Mama. Jedes Jahr fastet sie etwas und in diesem Jahr fastet sie Plastik. Die Idee dazu bekam sie durch einen Podcast von FFH. Ich finde das total super und bin sehr stolz auf meine Mutti, denn in einem Familienhaushalt ist es gewiss nicht leicht auf Plastik zu verzichten, wenn man sich bisher noch nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Doch durch das Plastikfasten kommt sie gar nicht mehr daran vorbei sich tiefgreifender damit zu beschäftigen und das ist wirklich ganz großartig! Also – Hut ab Mutti. ♥

Ein Update – 3 Jahre weniger Müll

2017 begann ich mich mit dem Thema plastikfrei zu beschäftigen und gelangte dadurch schnell auch zum Thema ZeroWaste. Ich erwähnte es bereits im letzten Beitrag und bin ein Jahr später immer noch der gleichen Meinung: der Begriff ZeroWaste sehr hoch gegriffen. Ich bewundere jeden, der es schafft wirklich keinen bis kaum Müll zu produzieren, doch ich habe noch einen sehr weiten Weg bis dorthin. Falls ich es überhaupt jemals schaffen werde. Solange beschäftige ich mich mit den mir möglichen Zielen, dazu zählt es, den Plastikmüll zu reduzieren und möglichst verpackungsfrei einzukaufen. Für mich gibt es vier Bereiche, in die ich bei dem Thema unterteile: Küche, Badezimmer, Alltag und Büro. Bei den ersten beiden Bereichen finde ich, dass ich bereits eine große persönliche Entwicklung hinter mir habe. Es gibt immer noch Verbesserungspotenzial, doch ich bin schon ganz gut dabei. Man muss sich auch einfach mal selbst loben.

Plastikfrei(er) in der Küche

Bereits im ersten Beitrag habe ich erzählt, dass ich sämtliche Plastikschalen etc. aussortierte. Auch meine Gewürze räumte ich auf und lagere alles in Edelstahldosen. Ich kaufe meine Gewürze weiterhin in Großpackungen, allerdings sind diese auch jetzt noch aus Plastik – leider. Im letzten Jahr begann ich damit sämtliche unverderblichen Lebensmittel, was man halt immer so auf Vorrat hat, aufzubrauchen. Neu gekauft wurde so lange nichts, bis wirklich alles weg war. Zugegebener Maßen liegt immer noch eine Packung Couscous im Schrank, der geht es nächste Woche jedoch an den Kragen. Alle neuen unverderblichen Lebensmittel werden im Unverpackt-Laden gekauft.

Klingt nun schon ganz toll, aber Rückschläge gibt und gab es dennoch einige. Gerade während des Umzugs im vergangenen Herbst geriet es sehr ins Schleifen. Mittlerweile habe ich es wieder im Griff, habe wieder gut reduziert und den Unverpackt-Laden in Aschaffenburg gefunden. Da ich nicht ganz so oft in Aschaffenburg bin, bedarf es beim Einkauf ein bisschen mehr Planung, denn ich möchte auch nicht “unnötig” mit dem Auto fahren müssen nur, um dort einkaufen zu gehen. Ihr merkt es also schon, es ist alles möglich, ist aber weiterhin zeitintensiv und bedarf einer gewissen Vorplanung.

Nicht nur bei den Lebensmitteln achte ich auf plastikfreie Möglichkeiten. Meine Spülschwämme und -tücher sind endlich alle weg. Ich habe nun wunderschöne, waschbare Leinentücher zum Spülen und Putzen und meine Holzbürste mit Wechselkopf (gibt es auch vegan). Ich nutze weiterhin ganz fleißig meinen SodaStream [KLICK] und nehme meine Soulbottle für unterwegs und das Büro.

Was bleibt…

…sind die Futterdosen und die Trockenfuttertüte der Katzen, die veganen Produkte (mäh!), mein Kaffee (ein Genuss der bleibt) und gelegentliche Zwischenkäufe. Zum Thema Katzenfutter: Ich lebe vegan, meine Katzen aber nicht und ich möchte das auch nicht. Ich kaufe sehr gutes, hochwertiges Bio-Katzenfutter in 800 g Dosen. Diese verwende ich (und auch meine Mama) teilweise für selbst gemachtes Vogelfutter. Das Trockenfutter ist von der gleichen Marke und ebenfalls in einer großen Verpackung mit etwas über 7 kg, reicht in etwa 4 Monate. Zum Thema vegane Produkte: Wie ich bereits in einem vergangenen Beitrag [KLICK] geschrieben habe, haben vegane Alternativen für mich eine klare Daseinsberechtigung. Doch es stört mich schon sehr, dass es sie nur in Plastikverpackungen gibt. Das finde ich sehr schade, und hoffe darauf, dass sich das im Laufe der Zeit auch bessern wird und man die Möglichkeit bekommt, vegane Produkte ohne Umverpackung bzw. plastikfrei zu erwerben. Zum Thema gelegentliche Zwischenkäufe: Wir sind alle nur Menschen und ich erhebe nicht den Anspruch an mich perfekt zu sein. Ich möchte einfach nur ein paar Dinge besser machen und mache das in der Geschwindigkeit und dem Maß wie ich es persönlich schaffe. Es hat gedauert, bis ich das in meinem Kopf verankert habe, denn ich wollte natürlich so schnell es geht sämtliche Verpackungen meiden. Das führt bei mir jedoch eher dazu, dass ich gefrustet bin, weil ich es eben nicht schaffe. Doch wenn ich mir sage, dass der Weg und die kleinen Schritte bereits helfen, dann fühle ich mich mit dem Thema wohler und bin eher dazu bereit größere Schritte zu wagen. Bezieht sich natürlich nicht nur auf das Thema “Plastikfreier in der Küche” sondern auf viele Dinge im Leben.

Plastikfrei(er) im Badezimmer

Plastikverpackungen und Mikroplastik sind hier das große Thema. Beides gibt es bei mir nicht mehr – yeah! Für meine Haare setze ich seit zwei Jahren auf Haarseifen von unterschiedlichen Herstellern und eine Haarkur von Lush, die ich einmal im Monat verwende. Auf für den Körper bin ich immer noch glücklich mit den Seifen und einem flüssig Duschgel. Auch an meinem Rasierhobel erfreue ich mich weiterhin mit großer Begeisterung, rasieren war für mich noch nie leichter und angenehmer. Auch beim Thema Damenhygiene hat sich nichts verändert. Ich bin auch nach zwei Jahren noch mit meiner Tasse zufrieden, leider klappt es auch weiterhin nicht an allen Tagen.

Was ich nicht mehr kaufe, sind Bambus Zahnbürsten und Zahnputztabletten. Das klappte bei mir leider gar nicht. Ich hatte plötzlich viel mehr Zahnstein, bekam ein Loch im Zahn und erreichte auch nicht alle Ecken mit der Bürste. Daher bin ich wieder umgestiegen auf herkömmliche Zahnbürsten und einer Zahncreme von Lavera. Ich probiere mich aktuell noch durch unterschiedliche Deodorants, wirklich umgehauen hat mich bisher leider noch keines. Auch für meine Gesichtscreme habe ich noch keine Alternative gefunden. Habt ihr hier vielleicht Tipps? Da ich mich nicht Schminke und die vorhandene Schminke nur für Festivitäten nutze, fällt das Thema für mich komplett weg. Nagellack habe ich mir übrigens seit dem letzten Beitrag keinen mehr gekauft. 😀

Plastikfrei(er) im Alltag / Büro

Hier habe ich ehrlich gesagt gar nicht so viel zu erzählen. Im Büro esse ich meist die Reste vom Vortag, Brot/Brötchen oder bestelle mir etwas im Bistro bei uns. Snacks esse ich mittlerweile sehr selten, letztens hatte ich mal wieder Cracker dabei. Zum Trinken habe ich meine Soulbottle dabei und trinke Leitungswasser. Klappt hier also schon mal ganz gut. Im Alltag ist es natürlich nicht ganz so leicht, da man öfter in Versuchung geführt wird. Doch es hält sich auch hier alles im Rahmen. Coffee-to-go gibt es nicht, wenn ich einen Kaffee unterwegs trinken möchte, gehe ich in ein Café oder nehme mir meinem Becher einfach mit. Beim Bäcker hole ich mir gelegentlich ein total lecker belegtes Brot, das ist in einer Papierverpackung und die Tüte drum herum brauche ich nicht, ich esse das Brot sowieso direkt.

Putzen und Waschen ist noch so eine Sache bei mir. Für beide Bereiche setze ich auf Frosch. Mein Waschmittel gibt es endlich in einer Papierverpackung, das finde ich super. Waschnüsse haben mir gar nicht gefallen, sie verfärbten meine Wäsche und machten sie sehr rau. Als Putzmittel habe ich eigentlich nur noch den Badreiniger, für alles Weitere nutze ich Essig und Zitronensäure. Für meine Spülmaschine habe ich Tabs, Klarspüler und Salz von Ecover und Sodasan, je nach dem wo ich gerade einkaufen bin. Tabs und Klarspüler leider mit einer Plastikverpackung. Und nun überlege ich schon eine Weile, doch mehr fällt mir aktuell einfach nicht ein. Wahrscheinlich, weil es doch noch so viel umfasst oder weil es ein doofes Überthema ist und ich mir ein anderes überlegen sollte. Mal sehen, wie es in einem Jahr aussieht. 😉

Wie weit seid ihr beim Thema plastikfrei? Oder seid ihr bereits auf dem Weg ein ZeroWaste-Held zu werden? Berichtet mir doch gerne von euren Erfahrungen und ich würde mich über eure Tipps zu den Themen freuen!

Macht es euch schön ♥
Nadine

Hier noch ein paar Links für euch

*Habe alles selbst gekauft, muss es dennoch als Werbung kennzeichnen.

Spül- und Küchenlappen aus Leinen (zum Spülen und Putzen) [KLICK]*
Spülbürste und Wechselköpfe (vegan) [KLICK]*
Meine liebsten Haarseifen kaufe ich bei Lush [KLICK]* [KLICK]* und bei Tante Olga [KLICK]*
Haarkur [KLICK]*
Körperseifen [KLICK]*
Duschgel [KLICK]*
Menstruationstasse [KLICK]*
Körpercreme [KLICK]*
Rasierhobel [KLICK]*
Der Versand von Tante Olga erfolgt übrigens plastikfrei, alles in Zeitungspapier eingewickelt und in Papier verpackt.
Wenn Nagellack, dann nur noch von Kia-Charlotta [KLICK]*
Soulbottle [KLICK]*
SodaStream [KLICK]*
Verpackungsfrei einkaufen in Aschaffenburg geht hier [KLICK]* und hier [KLICK]*
Meinen Kaffee kaufe ich seit meinem Umzug hier [KLICK]* und bin sehr zufrieden

Das könnte Dich auch interessieren

Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar