Die erste Woche – ich taste mich langsam heran
{Projekt Zuckerfrei}

Die erste Woche vom Projekt Zuckerfrei ist geschafft und war gar nicht so schwer. Denn ich habe lediglich auf offensichtlich Süßes verzichtet. Also kein Dessert, keine Schokolade (okay, das war schon schwer), kein Kuchen, keine Säfte & Softdrinks. Das ist eigentlich gut machbar und stellte auch keine ganz so große Herausforderung da. Immerhin war ich gut vorbereitet… gedanklich zumindest.

Denn so wirklich vorbereitet habe ich mich nicht. Alles, was ich am Sonntag noch machen wollte, schaffte ich einfach nicht. Wir waren im Miramar und Abends noch bei meiner Mutti essen. Wenn man dann erst so kurz vor zehn nach Hause kommt, fängt man auch nicht mehr groß an, irgendwas vorzubereiten. Also startete die zuckerfreie Woche leider nicht ganz so zuckerfrei wie erhofft. Wir hatten noch Toasttaschen, gekaufte, also mit Zucker. Da ich aber sonst nichts hätte frühstücken können, habe ich die mit Käse gegessen. Na ja… Ansonsten hat es aber sehr gut funktioniert und am Montagabend habe ich auch einiges vorbereiten können. 🙂

Damit ihr einen Überblick bekommt, was ich überhaupt so essen kann (Achtung – Ironie!), habe ich Euch meine Mahlzeiten in Bildern zum Großteil festgehalten. Ich muss gestehen, dass ich es auch oft einfach vergessen habe… Sofern Rezepte dazu bereits im Archiv vorhanden sind, verlinke ich darauf. Alle anderen folgen mit der Zeit.

Montag:
Toasttasche mit Käse zum Frühstück. Zu Mittag eine Baguettestange mit Tomate & Mozzarella. Einige Pistazien zum Snacken zwischendurch und abends ein Steinpilz Risotto.

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Dienstag:
Porridge mit einem Viertel Apfel zum Frühstück. Mittags gab es Reste vom Risotto und abends Mango mit Mozzarella und Feldsalat.

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Mittwoch:
Eigentlich wollte ich unser Frühstückstoast bereits am Dienstagabend backen, doch es war einfach schon zu spät. So habe ich den Teig über Nacht gehen lassen und morgens frisch gebacken. So gab es am Mittwochmorgen ofenwarmes Sesam-Toastbrot mit Butter zum Frühstück. Für die Mittagspause habe ich mir ein Mehrkornweck vom Bäcker gekauft und darauf eine halbe Avocado gelegt. Mit etwas Zitrone, Pfeffer und Salz. Yummy. Abends gab es Pasta Primavera. Zwischendurch snackte ich Käsecracker und Pistazien.

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Donnerstag:
Sesam-Toastbrot mit Butter und Käse zum Frühstück. Für die Pause habe ich die Reste von der Pasta dabei gehabt und für zwischendurch gab es noch einen Käsecracker und einige Pistazien. Das Rezept für die Käsecracker werde ich übrigens nicht posten, die haben mir leider so gar nicht geschmeckt. Wer Interesse am Rezept hat, kann mir gerne schreiben, dann schicke ich es euch. Abends war ich mit den Bloggertanten im Radieschen essen. Dort gab es, getreu dem Motto “Pasta geht immer” Spaghettini mit Ziegenkäse und zweierlei Pesto. Davor teilte ich mit Ziegenkäse Bruschetta und der Gruß aus der Küche waren leckere Rote-Bete Ravioli. Der Besuch im Restaurant war auch eine erste Herausforderung. Sich etwas zu Essen auszuwählen war nicht schwierig (na ja, bei dieser Auswahl schon), aber sicherzustellen, dass wirklich nichts mit Zucker gemacht wurde schon eher. Da die erste Woche jedoch noch nicht so streng ist, habe ich das ignoriert.

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Freitag:
Tada – Ihr werdet es Euch denken können. Auch am Freitag gab es wieder Toast zum Frühstück, wieder mit Butter und Käse. Alles andere liegt mir irgendwie zu schwer im Magen und mit dem Porridge hatte ich am Dienstag bereits schwer zu kämpfen. Außerdem liebe ich Toastbrot. 😀 Zu Mittag gab es die zweite Hälfte der Avocado auf Toast. Am Abend waren wir zu einer Grillparty eingeladen. Da habe ich mir einen Halloumi mitgenommen.

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Samstag:
Zum Frühstück gab es wieder Toast, da der Herr in die Uni musste. Mittags machte ich mir aus Halloumi und dem restlichen Apfel einen Snack (Bild obendrüber). Für das Abendessen wünschte sich der Herr Käsefondue – da kann ich natürlich nicht Nein sagen. Dazu wurden Baguette Brötchen gegessen. Es waren meine ersten, selbst gemachten Brötchen und wurden leider etwas zu dunkel.

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Sonntag:
Für unser Sonntagsfrühstück gab es noch Aufbackbrötchen aus der Vorratskammer. Das Mittagessen war beim Frühstück bereits inklusive, da wir sonntags vorm Fernseher bei Löwenzahn und der Sendung mit der Maus frühstücken. 😉 Abends gab es dann unsere Linsenbolognese – allerdings ohne frische Tomaten und Paprika.

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Übrigens darf der Herr weiterhin so viel Zucker essen, wie er möchte. Er muss nur damit klarkommen, dass die gemeinsamen Mahlzeiten zuckerfrei sind und das stört ihn glaube ich eher weniger. Und mich hat die erste Woche auch nicht gestört. Klar, ich habe noch Obst gegessen (Apfel & Mango), doch sonst blieb das Süße komplett aus. Wirklich gemein wurde es direkt am Dienstag. Ein Kollege hatte Geburtstag und da ist es so üblich, dass Kuchen mitgebracht wird. Und dann auch noch Donauwelle… boah! Aber ich bin tapfer geblieben und sehr stolz auf mich. An dem Tag stieg allerdings mein Kaffee Konsum um mindestens das Doppelte an!

Wobei ich bei einem Thema bin, das ich bisher außen vor gelassen habe. Was habe ich über die Woche verteilt getrunken? Das gehört schließlich auch zur Ernährung dazu und soll zuckerfrei sein. Mein Glück! Getränke sind im seltensten Fall süß bei mir. Ich trinke täglich im Durchschnitt 3 Liter Wasser, mal mehr, mal etwas weniger – je nach Auslastung im Büro. Morgens trinke ich meine Tasse Kaffee und ab und an im Büro noch eine. Da er mir dort aber nicht sonderlich gut schmeckt, kommt das eher selten vor. Außer am Dienstag natürlich, da habe ich direkt 3 Tassen getrunken. Dann gab es noch zwei Tassen Früchtetee, der dann auch wegfällt und durch Grünen-, Schwarzen- oder Kräutertee ersetzt wird.

Bisher merke ich noch keine wirkliche Veränderung. Ich bin natürlich mit Elan bei der Sache und habe in der ersten Woche mehr selbst gemacht, als ich es sonst mache. Das finde ich absolut nicht schlimm und versetzt mich auch nicht in Stress. Wenn ich etwas nicht geschafft habe, dann war das eben so und auch kein Weltuntergang. Ich denke, mit dieser Einstellung sollte es auch die nächsten Wochen klappen. Es macht auf jeden Fall Spaß in die Materie einzutauchen, die Etiketten zu lesen (was übrigens gar nicht lästig ist, eher interessant) und seine Lebensmitteln, zum Großteil, selbst herzustellen. Ich habe das Brotbacken wieder für mich entdeckt und werde nächste Woche ein richtiges backen, nicht “nur” Toastbrot. Was mir sonst so aufgefallen ist: Meine Ernährung ist sehr Kohlenhydrat lastig. Das muss sich auch ändern, viermal Pasta die Woche gab es schon ewig nicht mehr. Ich bin bereit für die nächste Woche!

Zuckerfrei-Mantra für die zweite Woche: Zucker durch Fett ersetzen. Ich bin gespannt!

Wer von euch ist denn noch zuckerfrei unterwegs? Wie ist eure erste Woche gelaufen bzw. wie geht es euch nach längerer Zeit zuckerfrei?
Macht es euch schön ♥
Nadine

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8 Kommentare

  • Antworten
    Julia Erdbeerqueen
    25. Januar 2016 at 11:02

    Huhu, viel Erfolg beim Durchhalten erst einmal 🙂
    Ich bin nicht zuckerfrei unterwegs, versuche aber seit Anfang Januar keine Kohlenhydrate mehr in Form von Getreide zu essen und das bekommt mir sehr gut. Meine Haut ist viel besser geworden und sonst macht es mir auch viel Spaß, dass ich mir neue Rezepte ausdenken kann 🙂

    Liebe Grüße

    • Antworten
      nadine
      25. Januar 2016 at 11:46

      Danke dir liebe Julia! 🙂
      Das ist auch eine ordentliche Herausforderung – wow. Das könnte ich wahrscheinlich schlechter als zuckerfrei leben. Ich drücke dir ebenfalls die Daumen für’s Durchhalten! 🙂

  • Antworten
    Törtchenfieber
    27. Januar 2016 at 11:39

    Liebe Nadine,
    Wow herzlichen Glückwunsch zur ersten bestandenen Woche!
    Ich werde in der Fastenzeit (zwischen Fasching und Ostern) auf Süßigkeiten verzichten, aber Obst würde mir denke ich sehr schwer fallen… Ich liebe mein Müsli, Smoothie oder Porridge zum Frühstück 😀
    Ich drück dir weiterhin die Daumen!
    Liebe Grüße Julia

    • Antworten
      nadine
      27. Januar 2016 at 15:07

      Das Süßigkeiten-Fasten habe ich auch immer gemacht, brauche ich ja dieses Jahr nicht machen – Check. 😉
      Obst wird mir in den letzten zwei (oder drei?) Wochen bestimmt auch schwer fallen, wobei ich gar nicht so viel esse. Hin und wieder mal einen Apfel oder ein paar Beeren im Joghurt. Der Sommer wird hart. 😀
      Danke dir Julia!

  • Antworten
    Ines | münchnerküche
    27. Januar 2016 at 21:44

    Liebe Nadine,
    wie tolle das die erste Woche eigentlich doch so gut gelaufen ist. Ich hab vor solchen Projekten und den Leuten die sie durchziehen immer sehr viel Respekt. Ich befürchte ich würde irgendwann einbrechen. Vielleicht probiere ich einfach auch mal das Süßigkeitenfasten. Ich bin gespannt auf deine weiteren Berichte zum Projekt Zuckerfrei 🙂

    Liebste Grüße
    Ines

    • Antworten
      nadine
      28. Januar 2016 at 10:19

      Ich bin auch sehr überrascht gewesen und noch überraschter, dass ich auch in der zweiten Woche beim Kuchen im Büro (schon wieder Geburtstag!) standhaft geblieben bin. 😉
      Dieses zuckerfrei und ich werden vielleicht richtig gute Freunde. 🙂
      Süßigkeitenfasten ist wirklich nicht schwer, wenn man den Willen hat klappt es ganz leicht.
      Bin gespannt ob du dich dazu überwindest. 😉

      Liebe Grüße
      Nadine

  • Antworten
    Ulrike
    12. Februar 2016 at 18:12

    Ich habe immer Kakao der Marke Bonnet zu Hause. Der ist zwar irre teuer, aber nicht entölt und ein Teelöffel davon ist wie eine Rippe gute Schokolade nur eben ohne Zucker.

    • Antworten
      nadine
      13. Februar 2016 at 13:35

      Oh ja liebe Ulrike! Dieser Kakao ist derzeit ein guter Helfer 🙂

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