Plastikfrei, Verpackungsfrei, Zero Waste

Heute möchte ich ein bisschen etwas über meine Erfahrung mit dem Thema Zero Waste erzählen. Klar ist, es liegt aktuell im Trend, möglichst wenig Müll zu produzieren. Klar ist aber auch, dass es ein Trend ist, der der Umwelt etwas Gutes tut und absolut notwendig ist. Zero Waste ist jedoch für mich persönlich, und so geht es mit Sicherheit vielen da draußen, etwas hoch gegriffen. Von jetzt auf gleich gar keinen Müll mehr zu produzieren ist zwar möglich, aber nicht gerade leicht und auf die Schnelle zu erreichen. Es ist ein Prozess, der nicht nur ein Umdenken fordert, sondern auch zeit intensiv, sowie etwas kostspielig ist. Aber auf jeden Fall erstrebenswert!

Bei mir begann der Weg zu weniger Müll vor ungefähr anderthalb Jahren. Zu dieser Zeit sortierte ich nicht nur mich selbst, sondern auch meine Sachen. Ich beschloss nun endlich mit dem Vorhaben, mein Leben plastikfreier zu gestalten, zu starten. Los ging es damit, dass ich sämtliche Plastikschalen und -schüsseln ausrangierte und in der Bekanntschaft verteilte. Nun gab es nur noch meine Holz- und Glasgefäße. Danach ging es den Gewürzen an den Kragen. Bis ich soweit gewesen bin meine Gewürze in Bio-Qualität in größeren Mengen zu bestellen, dauert es eine Weile und in dieser Zeit sammelten sich, die wohl überall bekannten Plastikdöschen an, in denen meine Gewürze lagerten. Natürlich habe ich die Gewürze alle aufgebraucht und nicht weggeschmissen, doch der Neukauf fand in größeren Mengen statt und dadurch habe ich bereits Plastik eingespart, jedoch nicht ganz vermieden. Gelagert werden die Gewürze nun in kleinen Edelstahldosen. Ein erster Fortschritt! Damit endete vorerst die Arbeit in der Küche und ich widmete mich den anderen Lebensbereichen und landete ganz schnell im Bad.

Plastikfreier im Badezimmer

Dort findet sich so einiges an Plastikverpackungen an. Diese werden meist nicht wiederverwertet, sondern in den Müll geschmissen. Doof! Und nicht nur das, sondern auch Mikroplastik in Duschgel etc. musste weichen. Also machte ich mich auf die Suche nach Alternativen und wurde dabei auch schnell fündig. Es gibt mittlerweile eine große Anzahl an Bloggern die all ihr Wissen teilen und hilfreiche Tipps an die Hand geben. Am meisten geholfen hat mir dabei Erbse vom Blog Blanc et Noir. Bei ihr entdeckte ich das erste Mal Haarseifen und die No-Poo Methode. Letzteres ist aus mehreren Gründen nichts für mich, doch die Haarseifen sind große Klasse!

Auch für den Körper gibt es tolle Seifen, und wenn ich doch mal Lust auf ein Duschgel habe, kaufe ich mir eines von Lush mit einer Nachfüllpackung. Doch nicht nur der Umstieg auf möglichst plastikfreie Verpackungen fand statt, sondern auch der konsequente Umstieg auf vegane Naturkosmetik. Ob Zahnpasta, Duschgel, Seifen, Cremes etc. Das meiste ist bereits in einer plastikfreien oder zumindest wiederverwertbaren Verpackung, es ist vegan und nur mit natürlichen Stoffen produziert. Das ist der Anspruch gewesen, den ich mir selbst gestellt habe und ich bin sehr stolz darauf ihn erreicht zu haben!

Viele denken sich nun sicherlich, dass dies nur ein kleiner Teil im Bereich Badezimmer ist, und haben damit auch vollkommen recht! Neben Duschgel, Cremes und Zahnpasta gibt es noch ein paar weitere Dinge, die ich nach und nach ersetzt habe. Zum einen wich mein Rasierer aus Plastik einem Rasierhobel aus Edelstahl, meine Zahnbürsten sind aus Bambus (hier bitte dringend auf die Herkunft achten!) und was das Thema Damenhygiene anbelangt, bin ich mit meiner Tasse an den meisten Tagen sehr zufrieden. Mein großes Manko ist meine Leidenschaft für Nagellack, doch auch hier bin ich mit einer veganen und 7-free Variante sehr zufrieden. Doch den Nagellack wieder abbekommen ist dann schon schwieriger. Wenn ihr also einen guten Tipp habt, wäre ich sehr dankbar dafür. 🙂

Und jetzt wieder dran bleiben!

Nachdem der Umstieg im Badezimmer so leicht und gut geklappt hat, ließ ich alles ein bisschen schweifen. Gerade in der Küche wurde ich nachlässiger und ärgere mich sehr darüber. Dank Franzis verpackungsfreien Januar habe ich das Thema wieder auf dem Schirm. Auch wenn vegan und plastikfrei nicht immer so leicht ist, wäre für mich plastikfreier bereits wieder ein erster Schritt in die richtige Richtung und ich möchte auf jeden Fall wieder vermehrt dran bleiben und dem Plastik nach und nach auch in der Küche den gar ausmachen.

Aktuell gibt es vom BUND zwei Aktionen zum Thema. Zum einen Plastikfasten und die zweite Aktion ist Klimafasten. Beides geht natürlich auch über den Zeitraum des Fastens hinaus und sollte immer mal wieder im Hinterkopf auftauchen. Auf den beiden Seiten des BUND findet ihr, neben hilfreichen Denkanstößen, auch einige Argumente für ein plastikfreieres Leben.

Macht es euch schön ♥
Nadine

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1 Kommentar

  • Antworten
    Sloc
    23. Juli 2018 at 22:42

    Also das Plastikfasten finde ich ja wirklich eine gute Idee! 🙂

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