Kürbis Tajine

Ich probiere ja unheimlich gerne neue Sachen aus. So haben wir zum Beispiel vor einiger Zeit das erste Mal mit unserer Tajine gekocht. Sich in das Thema einzulesen ist gar nicht so verkehrt. Es kann sonst passieren, dass die Tajine bei der ersten Nutzung direkt kaputt geht oder das Gericht anbrennt. Lest euch daher bitte meine gesammelten Hinweise am Ende des Beitrages durch!
Natürlich kann man die Kürbis Tajine auch in einer Pfanne machen und muss keine Tajine zu Hause haben. Der Vorteil der Tajine besteht darin, dass die einzelnen Teile des Gerichtes passend garen ohne, dass man persönlich viel dabei machen muss. Dadurch, dass die Hitze der Tajine in der Mitte am größten ist, werden härtere Gemüse Sorten in der Mitte verteilt. Anderes, was schneller gart am Rand. Rühren muss man nicht, da mit der ersten Patina eine natürliche Antihaftbeschichtung erstellt wurde. Es mag vielleicht etwas schwierig klingen, ist es allerdings nicht. Man muss sich nur vor der ersten Verwendung etwas Zeit nehmen. Die Kürbis Tajine hat uns auf jeden Fall superlecker geschmeckt!

Rezept für 4 Portionen:
1 El Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 cm Ingwer
500 g Butternut
300 ml passierte Tomaten
250 g Blattspinat
2 Zweige Thymian
Pfeffer
Koriander
1 Prise Zucker
Muskat
Kurkuma
Zimt
Kardamom
300 g Couscous
Sojajoghurt

Zubereitung:
Solltet ihr das erste Mal mit einer Tajine arbeiten, lest euch bitte die unten angefügten Hinweise durch!
Für die Kürbis Tajine, den Butternut schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe, den Ingwer und die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Tajine auf ein ausreichend großes Kochfeld stellen und mit Rapsöl einstreichen. Auf kleinster Stufe erhitzen. Den Knoblauch, Ingwer und die Zwiebel hinein geben und andünsten. Dabei das Kochfeld auf die nächst höhere Stufe stellen. Bei mir sind die aufheizenden Kochfelder rot, sobald die Temperatur erreicht ist, gehen die Stäbe aus – das Zeichen zum Umstellen der Stufe. Den Butternut hinzu geben und untermischen, ebenfalls andünsten. Sobald er etwas glasiger wurde in die Mitte schieben, mit passierten Tomaten übergießen und den Blattspinat am Rand verteilen. Die Gewürze in einer Schale vermengen und großzügig darüber streuen. Den Deckel der Tajine aufsetzen. Das Kochfeld auf die nächste Stufe stellen und den Inhalt fü ungefähr 20 Minuten köcheln lassen. Testet bitte unbedingt, bis zu welcher Stufe ihr gehen könnt! Sonst bekommt eure Tajine einen Sprung.

Den Couscous in eine Schale geben und mit kochendem Wasser übergießen. Lest euch dazu bitte die Packungsanleitung eures Couscous durch. Sobald er fertig gequollen ist, kurz umrühren. Den Couscous auf Tellern verteilen und mit dem Inhalt der Tajine bedecken. Wer möchte kann den Couscous auch direkt in die Tajine geben und unterheben. Den Sojajoghurt mit Pfeffer und Koriander würzen und nach Geschmack auf den Tellern verteilen.

Hinweise:
Die Tajine sollte vor der ersten Benutzung einige Stunden (am Besten über Nacht) komplett in Wasser eingelegt werden und dann vollständig getrocknet werden. Um die erste Patina (natürliche Antihaftbeschichtung) zu erhalten, die Innenseite des Tellers (unterer Teil) mit einem geschmacksgebenden Öl (z.B. Olivenöl oder Sesamöl) einreiben. Nun den Teller bis zu 2/3 mit Wasser befüllen. Etwas Salz und eine halbe gehackte Zwiebel sowie 2 El des Öles hinzugeben. Die Tajine in den kalten Backofen stellen und in kleinen Schritten aufheizen. Immer dann die Temperatur erhöhen, wenn die vorherige erreicht ist. Maximal auf 200 °C stellen und die Tajine für 30 Minuten im Ofen stehenlassen. Die Tajine aus dem Ofen nehmen und den Sud abgießen.
Vor jedem Gebrauch sollte die Unterseite des Tellers für ungefähr 15 Minuten gewässert werden. Stellt die Tajine NIE in einen bereits vorgeheizten Backofen. Wenn ihr sie auf einem Kochfeld verwendet, stellt das Kochfeld von kleinster Stufe immer höher – achtet auf eine maximale Temperatur von 200 °C.
Säubert die Tajine nicht mit herkömmlichen Spülmitteln, da diese ihren Geschmack auf die Tajine übertragen. Nehmt zum Ausspülen lieber Essig oder ein mildes Zitronenwasser.

Macht es euch schön ♥
Nadine

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4 Kommentare

  • Antworten
    Krisi
    15. Oktober 2015 at 11:38

    Mhmm sieht das köstlich aus!Eine Tajine wünsche ich mir auch schon lange, eine tolle Art der Zubereitung!
    LIebe Grüsse,
    Krisi

    • Antworten
      nadine
      15. Oktober 2015 at 14:18

      Danke dir liebe Krisi!
      Ich finde es auch total spannend und werde in Zukunft sicherlich mehr damit arbeiten. 🙂

  • Antworten
    Frl.Moonstruck
    19. Oktober 2015 at 15:02

    Hach… ich liebäugle ja immer wieder mit einer Tajine… Aber noch ein weitere Teil das Platz wegnimmt… Hmmm. Aber dein Gericht (mit Kürbis ♥) sieht schon sehr verlockend aus und deine Tipps sind super gut. Ich überlege mal ein wenig intensiver. 😀 LG, Ramona

    • Antworten
      nadine
      19. Oktober 2015 at 15:19

      Ja, diese Frage stellten wir uns auch. Aber seit wir den großen Kellerraum haben und das Equipment nach Lust und Laune umräumen, können wir eine Tajine unser Eigen nennen. Aber ganz so oft kocht man dann doch nicht darin… das war nun das erste Mal innerhalb des 3 monatigen Besitzes. Aber schön ist es schon, das steht außer Frage. 😉
      Sicherlich habe ich dir bei deiner Entscheidung nicht weiter helfen können… Aber es freut mich, dass dir mein Rezept gefällt! 🙂

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