Birnen Meringue Dessert
 

Manchmal kommt es vor, dass ein gemachter Plan daneben geht und manchmal geht er auch völlig daneben. So ist es mir mit dem heutigen Rezept ergangen, das als Törtchen geplanten war und schlussendlich ein Birnen Meringue Dessert wurde.

In dem hier am Sonntag vorgestellten Buch „I love Backen*“ (welches ihr übrigens noch bis Sonntag gewinnen könnt 😉 [KLICK]) ist mir ein Rezept sofort ins Auge geschossen. Diese wunderschönen kleinen Birnen Meringue Törtchen wollten unbedingt gebacken werden und ich wollte sie unbedingt probieren. Noch ist alles kein Problem gewesen. Den Mürbeteig legte ich wie gewohnt in den Kühlschrank, bereitete die Füllung vor. Dann kam mir die glorreiche Idee, kleine Cups zu backen, in die ich die Birnen Creme fülle. Das sieht dann sicherlich schick aus auf dem Foto. Mit diesem Gedanken hat das Übel seinen Lauf genommen. 😀 Mein erster Fehler: ich habe die Form nicht eingefettet. Mein zweiter Fehler: ich habe im Ofen nichts untergelegt. Tada! Mein persönliches Chaos ist vorprogrammiert gewesen.

Die Eieruhr klingelt, ich ziehe meine Topfhandschuhe an und öffne die Ofentür. Eine riesige Rauchwolke kommt raus, mist! Schnell das Fenster aufmachen, aber Achtung, die Katze kommt angelaufen. Schnell die Küchentür zu. Oh nein, dann geht auch schon der Feuermelder los. Wo ist nur dieser doofe Tritt, wenn man ihn mal braucht?! Endlich habe ich ihn gefunden, der Feuermelder ist wieder aus. Die Katze allerdings in der Küche verschwunden, sie sitzt gemütlich auf der Fensterbank und schaut raus. Puh – noch einmal alles gut gegangen. Meine Mürbeteig-Becher müssen noch etwas abkühlen, währenddessen mache ich den Ofen grob sauber. Na toll, die Becher lassen sich nicht aus der Form lösen. Ich hab unzählige Kuchenkrümel in der gesamten Küche verteilt, den Großteil konnte ich jedoch in der Form auffangen. Dennoch macht sich leichte Verzweiflung breit… dann die zündende Idee. Es gibt einfach Dessert. Weiß ja keiner, was mein eigentlicher Plan gewesen ist. 😉

Rezept für 6 Birnen Meringue Dessert:

Teig:
150 g Dinkelmehl (Typ 630)
100 g Butter
50 g Zucker
2 El kaltes Wasser
Abrieb einer halben Zitrone
eine Prise Salz

Füllung:
700 g reife Birnen
100 g Zucker
250 ml Birnensaft
Saft einer halben Zitrone
Mark einer Vanilleschote*
1 Tl Zimt*
Prise Salz
1 Päckchen Agartine*

Baiser:
2 Eiweiß (M)
90 g Zucker
2 El Zitronensaft

Zubereitung:

Die Zutaten für den Mürbeteig zu einem glatten Teig verkneten und zu einer Kugel formen. Abgedeckt im Kühlschrank für mindestens 30 Minuten kühlen. Den gekühlten Teig noch einmal durchkneten und in 12 Stücke teilen. Eine Muffinform gründlich fetten und je ein Teigstück in eine Mulde drücken und am Rand hochziehen, damit kleine Becher entstehen. Mit einem Streifen Backpapier belegen und in die Mulden Hülsenfrüchte zum Blindbacken geben. Im vorgeheizten Backofen brauchen die Mürbeteig-Becher ungefähr 10 bis 12 Minuten, dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Währenddessen kann die Füllung zubereitet werden. Dazu die Birnen schälen, entkernen und klein würfeln. Den Zucker in einen Topf geben und leicht karamellisieren, die gewürfelten Birnen dazugeben und mit Birnen- sowie Zitronensaft ablöschen. Vanillemark, Zimt und Salz zugeben, alles verrühren und mit geschlossenem Deckel für ungefähr 10 Minuten weich kochen. Gegebenenfalls die Füllung mit einem Pürierstab pürieren. Die Agartine einrühren, die Masse noch einmal kurz aufkochen und etwas abkühlen lassen.

Solltet ihr nun Mürbeteig-Becher haben (ähnlich meiner Cheesecaketörtchen) füllt ihr die Birnenmasse direkt in die Cups und stellt diese für 2-3 Stunden in den Kühlschrank. Wenn ihr die Dessert Variante „wählt“ bröselt ihr abwechselnd Mürbeteig und Birnenmasse in ein Glas. Dieses wird dann ebenfalls für 2-3 Stunden gekühlt.

Kurz vor dem Servieren wird das Baiser hergestellt. Dazu das Eiweiß mit Zucker und Zitronensaft steif schlagen. Für eine besonders cremige Konsistenz gebe ich noch eine Prise Salz hinzu. Das Baiser in einen Spritzbeutel füllen und mit einer Tülle eurer Wahl auf das Dessert / Törtchen spritzen. Ich habe meine Lieblingstülle, die Wilton 2D*, verwendet. Mit einem Crème Brûlée Brenner* flambieren und direkt servieren.


Macht es euch schön ♥
Nadine

Aus „I love Backen“ von Franzi Schweiger
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4 Kommentare

  • Antworten
    Eva
    18. November 2016 at 8:45

    Hihi 🙂 ! In dem Moment, wo alles daneben geht, ist es zwar nicht so lustig, dafür aber hinterher. Du hast aus dieser Katastrophe auf jeden Fall das beste gemacht, das Dessert klingt lecker!
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Antworten
      nadine
      21. November 2016 at 21:17

      Meist muss ich auch schon während dieser katastrophalen Situation lachen, da es einfach typisch für mich ist. 😀 Irgendwann kennt man sich selbst ja doch ganz gut. 😉
      Freut mich, dass Dir das Dessert auch gut gefällt.

  • Antworten
    Sophia
    20. November 2016 at 14:32

    also wenn du nix gesagt hättest :-)- die Desserts sehen perfekt aus !!
    aber es tut gut zu wissen, dass anderen auch solche Missgeschicke passieren- ich bin nämlich auch eine Queen der Missgeschicke !

    hab einen erholsamen Sonntag
    love
    sophia

    • Antworten
      nadine
      21. November 2016 at 21:16

      Danke dir Sophia! Es freut mich, dass Dir das Dessert gefällt.
      Eigentlich ist es schlimm, wie chaotisch und verpeilt ich in der Küche bin. Aber meist klappt es dann doch ganz gut – oder wird eben variiert. 😀

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