Rote Bete – Avocado Salat

Am Freitag gab es einen leckeren Salat zu Abend, der es nun auch auf den Blog schafft. Er sah nämlich nicht nur lecker aus, sondern schmeckte auch richtig gut. Wobei mir die Rote Bete etwas zu viel des Guten war… Bin da nicht unbedingt ein Freund von. 😉

Das Rezept für den Salat ist aus dem Buch „Paleo – Die Steinzeitdiät“ das mir tapfer zur Seite steht. Der Großteil der Grundlagen von Paleo habe ich aus diesem Buch. Doch wie das meist so ist sobald es um Ernährung geht, gibt es unterschiedliche Auffassungen davon. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Auffassungen aus diesem Buch wesentlich besser finde als die von Nico Richter. Warum? Das möchte ich euch gerne kurz erläutern.

Paleo – Die Steinzeitdiät*
12,99 €
Seitenzahl: 272
ISBN 978-3-442-17507-9

Das Buch ist, wie oben schon kurz angemerkt, kein reines Rezeptebuch. Zu Beginn werden die Grundlagen der Paleo Ernährung, oder des Lifestyles, erläutert und sehr gut beschrieben. Hierin liegt für mich auch schon der gravierende Unterschied zu Nico Richter. Mardsen & Whitmore „verteufeln“ keine Lebensmittel, Milchprodukte von Tieren aus Weidehaltung sind zum Beispiel akzeptable. Immer abhängig davon wie der Körper mit den Lebensmitteln zurechtkommt. Ebenso verhält es sich auch mit der Kartoffel und Reis als Getreideausnahme.

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Aber eigentlich soll es hier ja um das Buch gehen. In der Einleitung geht es um einige wichtige Themen, die man sich genau durchlesen sollte, bevor man mit einer Ernährungsumstellung beginnt.

Zu Beginn wird der Begriff Paleo definiert und die Anzeichen einer Fehlernährung aufgeführt. Bevor man mit Paleo beginnt, ist es wichtig zu wissen, welche Nährstoffe der Körper braucht und woher er diese nimmt. Ebenso wichtig ist der dauernde Bezug zu ökologischen Produkten – egal ob Tierprodukte oder Pflanzenprodukte. Wieso das bei vielen Produkten so wichtig ist, wird sehr gut geschildert.

Natürlich gibt es auch hier klare Verbote – Zucker, Getreide und Hülsenfrüchte gehören nicht auf den Speiseplan. Wieso auf Kaffee, Tee und Schokolade verzichtet werden sollte, wird sehr gut erklärt, wobei es hier auch immer wieder auf den Körper ankommt. Zum Schluss gibt es einen Einkaufsratgeber, der in die verschiedenen Kategorien „Proteine“, „Fette“ und „Kohlenhydrate“ unterteilt ist.

Dann folgen die Rezepte. Es klingt nach einer sehr langen Einleitung, doch es wird alles gut und kompakt auf 78 Seiten erklärt. Die Gerichte haben alle ein Bild, sind verständlich von der Zubereitung her und klar strukturiert. Leider sind hier, wovon ich jedoch vorher schon ausgegangen bin, sehr sehr viele Fleischrezepte drin. Aber klar, Fleisch gehört zur Grundlage einer Paleo Ernährung.

Das Buch lieg gut in der Hand, ist kompakt und kann auch durchaus mit genommen werden – zum Einkaufen oder so. 😉 Es sind witzige und erklärende Grafiken zu den einzelnen Themenbereichen abgebildet. Von der Gesamtanmutung her würde ich sagen, dass es eine gelungene Mischung aus verspieltem und klarem Design ist.

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Für jeden Einsteiger und Interessierten ist dieses Buch eine sehr gute Grundlage. Für diejenigen die sich schon länger nach Paleo ernähren, würde ich es eher nicht empfehlen. Dafür sind die Rezepte darin nicht so kreativ und ausgefallen.

Wobei mir dieses hier sehr gut gefallen hat, auch wenn die Rote Bete für meinen Geschmack etwas zu dominant war.

Rezept für 2 Personen:
4 Handvoll gemischter Salat
etwas Kresse
einige Walnusskerne
2 Rote Beten
1 Avocado
6 Scheiben Ziegencamembert

Dressing:
1 El Thymian
4 El Olivenöl
1 Schuss Weißweinessig
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Den Salat waschen und abtropfen lassen. Die Walnusskerne klein hacken und in einer Pfanne leicht anrösten. Die Rote Bete schälen und in Scheiben schneiden. Die Avocado ebenfalls schälen und vom Kern lösen. Das Avocadofleisch in Würfel schneiden.

Für das Dressing den Thymian fein hacken oder den getrockneten Thymian bereit halten. Olivenöl zusammen mit dem Weißweinessig mischen und den Thymian hinzu geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Ziegencamembert in Streifen oder Scheiben – je nach Sorte – schneiden. Im Backofen bei 50 °C auf einem Backblech bei Oberhitze leicht anrösten.

Nun wird der Salat auf einem großen Teller angerichtet. Dazu den gewaschenen Salat auf den Teller legen, Avocado und Rote Bete darauf verteilen. Den angerösteten Ziegencamembert darauf legen und mit dem Dressing beträufeln. Die Kresse auf dem Salat verteilen und genießen. 🙂

Aber wieso denn jetzt Ziegenkäse? Der ist doch gar nicht Paleo…
Ja, das ist eines der Dinge, die ich oben schon angesprochen habe. Milchprodukte von Tieren aus Weidehaltung sind akzeptabel, doch sollte man hier bei einer Laktoseintoleranz vorsichtig sein. Es gibt verschiedene Käsesorten, die keine Laktose bzw. nur eine sehr geringe Menge Laktose enthalten. Zum Ziegenkäse kommt hinzu, dass er einen geringeren Fettgehalt hat und daher bekömmlicher ist. So wie bei fast allem bei Paleo, kommt es hier auf die Reaktion des Körpers an. Von daher habe ich den Ziegenkäse sehr genossen!

Macht es euch schön ♥
Nadine

Aus Paleo – Die Steinzeitdiät von Keris Marsden und Matt Whitmore (Goldmann)

*Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Chèvre Culinaire
    17. Mai 2015 at 11:22

    Meine Liebe Nadine,
    vielen Dank für diese schöne Buchvorstellung. Ich bin stark am überlegen, ob ich mich auch mal mit Paleo beschäftigen sollte 🙂 Der Rote Bete Salat ist absolut mein Fall und wird in den nächsten Tagen definitiv ausprobiert!
    Alles Liebe & einen schönen Sonntag,
    Anne

    • Antworten
      nadine
      17. Mai 2015 at 12:50

      Liebe Anne,
      danke dir! 🙂 Der Salat schmeckte wirklich gut, wenn du Rote Bete gerne magst sicherlich noch besser!
      Paleo ist sehr anstrengend und ich muss gestehen… 30 Tage werde ich es nicht schaffen… 🙁

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