Schokoladen Haselnuss Scones

Es wird Zeit für das erste Rezept im neuen Jahr! Aus Cynthia Barcomi’s Backbuch haben mein Bruder und ich Schokoladen Haselnuss Scones gebacken. Super – direkt drei Fliegen mit einer Klappe! Endlich komme ich dazu Euch das Buch vorzustellen (das schiebe ich schon viel zu lange vor mir her), mein Bruder backt total gerne und es gab leckere Snacks für uns. Dank meines Bruders hatte ich noch tatkräftige Unterstützung beim Schokolade Hacken und Teig kneten, ersetzt fast eine Küchenmaschine. 😉

Bevor es mit der Buchvorstellung weiter geht, möchte ich Euch noch kurz etwas zum Besuch meines Bruders verraten. Das fand ich nämlich total süß!
Am Samstag klingelte unser Telefon und mein Bruder war dran. “Mama macht heute Abend einen Spieleabend und ich habe keine Lust mit den Erwachsenen zu spielen. Kommt ihr vorbei und macht mit mir einen Spieleabend?” Da freute sich das Schwesterherz erst einmal, doch irgendwie wäre das ganz schön viel geworden. Wir sind erst am Abend davor nach längerer Zeit wieder zu Hause angekommen und da hatte ich keine Lust, schon wieder wegzufahren. Daher wurde er in den Zug gesetzt und machte sich, das erste Mal ganz allein, auf den Weg zu uns. Er war mächtig stolz auf sich und das war sehr schön zu sehen. 🙂 In Zukunft wird das öfter so gemacht, er hat Spaß und es erspart das hin und her Gefahre.

Cynthia Barcomi’s Backbuch
16,99 €
Seitenzahl: 160
ISBN 978-344-239-1189

Ich glaube das Buch und ich werden einfach nicht warm miteinander. Ich habe nun bereits 5 unterschiedliche Rezepte daraus nachgebacken und nur zwei sind etwas geworden. Dazu findet Ihr weiter unten mehr. Als ich das Buch endlich in den Händen gehalten hatte, war ich richtig euphorisch und testete direkt das erste Rezept. Leider verflog die Euphorie recht schnell und umso mehr ich im Buch blätterte, desto weniger Lust hatte ich noch weitere Rezepte daraus zu testen. Vielleicht liegt es daran, dass die Bücher von Cynthia Barcomi in den Himmel gelobt werden und ich mit etwas mehr gerechnet hatte… vielleicht aber auch einfach an meinem persönlichen Geschmack, was Backbücher angeht. Dennoch möchte ich Euch nicht vorenthalten, was es im Buch alles zu entdecken gibt!

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Zu Beginn gibt es eine Einleitung in der “Alles über Backen, Teig und Zutaten” übersichtlich erklärt wird. Was ist wichtig, was muss beachtet werden, wie geht man vor. Die notwendigen Utensilien zum Backen werden ebenfalls vorgestellt. Am Ende gibt es noch ein “Baking Alphabet” mit allen Begriffen und vorkommenden Zutaten, die man so wissen muss und im Buch braucht. Wenn also im Rezept etwas unklar sein sollte, findet man dort die Antwort.

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Es gib sehr vielfältige Rezepte im Buch die in unterschiedliche Kapitel eingeteilt wurden. Am besten gefallen mir die unterschiedlichen Cheesecakes. An einen davon werde ich mich auf jeden Fall noch ranwagen. Das Buch ist sehr amerikanisch und von den Zuckermengen her, wie so meist, zu viel (aber ich bin auch wirklich nicht so das Süßmaul).
Optisch wartet das Buch nicht mit Glanzstücken auf, die Bilder sind teilweise etwas gewöhnungsbedürftig und harmonieren nicht so recht mit einander. Als Vergleich einmal oben das Bild mit dem Gingerbread und unten das Cheesecake oder Cappuccino Bild… Es wirkt ein bisschen so, als ob es von unterschiedlichen Leuten fotografiert wurde.

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Die Zubereitungstexte scheinen auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, da alle trockenen Zutaten – ohne Ausnahme – erst vermengt werden und dann die flüssigen Zutaten hinzu kommen. Entsprechend dieser Vorgehensweise sind auch die Zutatenlisten aufgeführt. Das finde ich sehr gut, da man direkt alles auf einen Blick sieht.  Alles in allem sind einige leckere Rezepte darin, die ich vielleicht noch testen werden. Aber den Drang dazu habe ich derzeit leider nicht so wirklich. Leider werde ich kein weiteres Buch von Cynthia Barcomi kaufen, auch wenn es viele Leute gibt, die auf ihre Bücher und Rezepte schwören. Das Café werde ich dennoch besuchen, denn dort ist es einfach lecker.

Folgende Rezepte habe ich bereits daraus gebacken:
Classic Blueberry Muffin – die Muffins sind leider nicht aufgegangen und waren sehr flach. Geschmacklich waren sie okay.

Chocolate Chip Cookies – sind völlig auseinander gelaufen und verteilten sich über das ganze Backblech. Es waren dann eher gebrochene Kekse, die sehr trocken waren.

Apple Pie – der ist sehr gut geworden und wurde auch verbloggt. Das Rezept findet ihr hier [KLICK].

Banana Chocolate Swirl Cake – den habe ich auf meinem Halloween Sweet Table verbloggt, aber auch nur, weil ich keine Zeit für einen zweiten Kuchen hatte. [KLICK] Er schmeckte ganz okay, war jedoch unglaublich süß und ist leider sitzen geblieben.

Schokoladen Haselnuss Scones – die wurden sehr fluffig und waren geschmacklich top! Die Zuckermenge hatte ich direkt reduziert und die Haselnüsse nicht geschält wodurch sie etwas herber wurden.

Rezept für ca. 8 Scones:
280 g Dinkelmehl (Typ 630)
25 g Zucker
1 1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Natron
1 Prise Salz
90 g Butter
120 ml Buttermilch
1 Ei
100 g Zartbitterschokolade
55 g Haselnüsse

Zubereitung:
Wer es nicht so herb möchte, kann die Haselnüsse schälen bzw. geschälte kaufen. Ich habe die Schale dran gelassen. In einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze werden sie leicht geröstet. Lasst sie etwas abkühlen und hackt die Haselnüsse dann grob. Die Schokolade wird ebenfalls grob gehackt und mit den Haselnüssen gemischt. Die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver, Natron, Salz) vermengen und die kalte Butter einarbeiten. Das geht am besten mit den Händen, wer möchte, kann aber auch den Knethaken verwenden. Die Buttermilch mit dem Ei verquirlen und ebenfalls in den Teig einarbeiten. Die Masse darf noch etwas krümelig sein.

Die Schoko-Nuss-Mischung hinzu geben und kurz unterkneten. Den Teig in möglichst acht gleichgroße Stücke teilen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C für ungefähr 20 Minuten backen. Auf dem Blech abkühlen lassen und dann möglichst zeitnah essen. Die Scones werden etwas trocken, wenn sie zu lange liegen.

Macht es euch schön ♥
Nadine

Abgewandelt aus Cynthia Barcomi’s Backbuch (Mosaik Verlag)

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10 Kommentare

  • Antworten
    Fräulein Zuckerbäckerin
    6. Januar 2016 at 11:58

    Halli hallo du Liebe!

    Frohes neues Jahr!

    So ein leckeres Rezept! Die Dinger bräuchte ich jetzt zusammen mit einem Tee, hihi 🙂
    Das Buch ist eine Anschaffung wert … obwohl mein gesamtes Regal ja schon fast zusammen kracht (oh jee).

    Zuckersüße Grüße
    Tuba

    • Antworten
      nadine
      6. Januar 2016 at 13:47

      Dir ebenso ein frohes neues Jahr! 🙂
      Freut mich, dass dich das Buch anspricht – bei mir sieht es mit Büchern leider nicht anders aus. 😉

      Liebste Grüße
      Nadine

  • Antworten
    Florian
    6. Januar 2016 at 17:45

    Diesen Gefühl, ein Kochbuch nicht zu mögen, welches gefühlt von der kompletten restlichen Welt gehyped wird, kenne ich nur zu gut. Manche Bücher liegen einem persönlich einfach nicht – ich finde es aber sehr gut, dass du dir trotzdem so viel Zeit dafür genommen hast! Ich hätte, glaub ich, schon längst die Lust verloren 😀
    Ich mag das Buch sehr gerne, aber ich bin bei Gebäck eh der totale “Hobbyamerikaner” auch die Zuckermengen machen mir da nichts aus. Die Scones sind mir allerdings noch nie aufgefallen, die werden bald mal in Angriff genommen!

    • Antworten
      nadine
      7. Januar 2016 at 8:57

      Ich wollte es unbedingt rezensieren, da ich nicht immer nur die guten rauspicken möchte. 😀 Und einigen gefällt es ja dennoch und ich hoffe ich habe die eigentliche Vorstellung auch neutral geschrieben.
      Was hast du bereits aus dem Buch gebacken? Die Scones wurden eigentlich auch nur gebacken, weil ich gefragt habe welche Seite und das waren dann die. Sonst wäre ich dort eher nicht hängen geblieben. 😉

      • Antworten
        Florian
        7. Januar 2016 at 9:48

        Ja die Rezension ist super! Ich habe schon diverse Cookies, inkl. Chocolate Chip, gemacht. Cheesecakes, normale Cakes und Cupcakes und Muffins. Ist alles eigentlich recht gut geworden – auch wenn ich in inzwischen auf Rezepte meiner US-Bücher zurückgreife wenn ich sowas backen möchte.

        • Antworten
          nadine
          7. Januar 2016 at 10:29

          Danke dir, war schon etwas besorgt. 🙂
          Vielleicht sollte ich mich einfach noch mal an eines der Cookie Rezepte wagen. Vielleicht war es auch einfach nicht mein Tag im Umzugsstress. 😉

  • Antworten
    Birte
    11. Januar 2016 at 21:56

    Oh die Scones sind wirklich traumhaft lecker! Die habe ich letzten Sonntag nachgemacht. Ich habe nur vor lauter Frühstückshunger ganz vergessen, ein Foto von den süßen Dingern zu machen – wie ärgerlich! Liebe Grüße,
    Birdy. <3

    • Antworten
      nadine
      11. Januar 2016 at 22:31

      Ach du Liebe! 🙂
      Freut mich sehr, dass sie dir auch so gut geschmeckt haben. ♥

  • Antworten
    Susi
    12. Januar 2016 at 14:06

    Ich liebe dieses Backbuch! Gebacken habe ich schon diverse Muffinsorten, einige Cookies, Scones, den Banana Swirl Cake, Banana-Bread etc.. Die Chocolate-Chip-Cookies habe ich schon ganz oft gemacht und alle waren besonders von der chewy Konsistenz begeistert. Ganz wichtig ist, dass man sich exakt an die Mengen und die Zubereitungshinweise hält – und sie nicht zu lang im Ofen lässt. Bei den Muffins machen z.B. ein paar Mehlklümpchen nix aus – alles besser, als zu viel gerührt. Bei den Cookies muss die Butter wirklich richtig schön schaumig mit dem Zucker verrührt sein. Und eben – genau die Mengen Zucker etc., die im Rezept stehen. Dann werden sie wunderbar und besser als aus jedem Laden. Viel Erfolg beim Weitertesten. Es ist wirklich den Aufwand wert. Liebe Grüße, Susi

    • Antworten
      nadine
      12. Januar 2016 at 14:37

      Hallo Susi,
      freut mich, dass dir das Buch so gut gefällt. In nächster Zeit werde ich nicht weiter testen, aber aufgeben werd ich auch nicht. 🙂 Werde sicherlich wieder davon berichten.
      Liebe Grüße
      Nadine

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