Warenkunde – Bärlauch

Warenkunde Bärlauch

Neuer Monat, zumindest gerade noch so, und somit Zeit für eine weitere Warenkunde. Diesmal mit dem wahren Wunderkraut dem Bärlauch. Sobald die ersten Stängel aus dem Waldboden sprießen kann man sich gewiss sein, dass der Frühling naht. Bärlauch, auch wilder Knoblauch oder Hexenzwiebel genannt ist eine altbekannte Wild- und Heilpflanze, die sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut hat. Ich bin mit der saftig grünen Pflanze aufgewachsen und habe das Glück immer eine Pflückstelle fast vor der Tür gehabt zu haben. In der neuen Heimat habe ich noch keine geeignete Bärlauch-Pflückstelle entdecken können, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wenn ihr auch keinen Bärlauch pflücken könnt oder euch unsicher seid wegen der Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen, könnt ihr ihn auch bedenkenlos auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kaufen. Zum Thema Verwechslung habe ich unten noch etwas geschrieben, aber nun kommt erst einmal die Warenkunde – Bärlauch.

Was ist drin?

Warenkunde Bärlauch

Bärlauch steckt voll gesunder Stoffe. Er ist reich an Vitamin C und allein 50 g Bärlauch enthalten in etwa 150 mg Vitamin C, was drei Viertel der empfohlenen Tagesmenge ist. Ebenfalls ausreichend enthalten sind Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B6, Eisen, Kalium und Magnesium.

Durch seine ätherischen Öle fördert er die Entgiftung der Leber und hat eine beruhigende Wirkung auf den Bauch, denn Bärlauch unterstützt als Naturheilmittel, bei Magen- und Darmbeschwerden sowie Blähungen. Er regt auch den Appetit an und wirkt cholesterinsenkend und gefäßerweiternd. Es gibt noch einige weitere Punkte, doch um es kurz zu machen: Bärlauch ist eine wirkungsvolle Wildpflanze, die quasi direkt vor unserer Tür wächst.

Herkunft

Die Heimat des Bärlauchs ist in Europa und im Norden von Asien. Das aromatische Wildkraut wächst in Deutschland vor allem im Süden und bevorzugt Auenbereiche/wälder. Meist findet er sich in großen Beständen, die sehr zeitig im Frühjahr den Waldboden bedecken. Der Bärlauch mag es schattig, feucht und liebt humusreichen, lockeren Boden.

Saison

Je nach Wetterlage wächst der erste Bärlauch bereits Ende Februar oder Anfang März. Die Saison geht meist bis Ende Mai und wenn man Glück hat, findet man ihn auch noch bis in den Juni hinein. Er blüht ungefähr ab Mitte Mai und ist dann weiterhin essbar. Auch die Blüten können gegessen werden, die Blätter sind jedoch geschmacksintensiver bevor der Bärlauch blüht.

Geschmack

Bärlauch besticht durch sein dezentes Knoblaucharoma und durch den Vorteil, dass er nicht unseren Körpergeruch beeinflusst. Er ist kräftig im Geschmack, verliert aber, wie bereits oben geschrieben, nach der Blüte einiges an Geschmack. Teilweise kann es vorkommen, dass die Blätter nach der Blüte bitter werden.

Wo finde ich Bärlauch

Bärlauch kann selbst gepflückt werden (achtet hier bitte auf die Auszeichnung von Naturschutzgebieten), auf dem Markt oder im Supermarkt gekauft werden. Beim Kauf solltet ihr darauf achten, dass noch keine Blüten vorhanden sind und die Blätter frisch aussehen.

Bärlauch selbst pflücken

Bedenken wegen einer möglichen Verwechslung mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen muss man bei wachsamen Auge und einer gut funktionierenden Nase nicht haben. Wenn der Bärlauch beginnt Blüten zu tragen, kann man ihn nicht mehr mit dem Maiglöckchen verwechseln, denn die Blüten sehen sehr verschieden aus. Solange noch keine Blüten zu sehen sind, kann man die Blätter anhand ihrer dunkleren Farbe und der festeren Blattstruktur unterscheiden. Außerdem hat das Maiglöckchen durch die gerollte Blattform keinen festen, fühlbaren Stiel bis nach oben.

Herbstzeitlose sind ebenfalls am Stiel bzw. am fehlenden Stiel vom Bärlauch zu unterscheiden. Dazu kommt die Wuchsart. Während jedes Bärlauchblatt einzeln aus dem Boden sprießt, kommen die Blätter der Herbstzeitlose in einem Strang aus dem Boden. Dadurch kommt es bei mir eher zu Verwechslungen mit Krokus-Arten als mit Bärlauch.

Am wirkungsvollsten ist jedoch der Geruchstest: Wenn man ein Bärlauchblatt zwischen den Fingern reibt, bleibt ein Lauch-Geruch zurück. Meist riecht man es bereits vor dem Pflücken, denn ein Bärlauch kommt selten allein. Doch auch hier, immer mit wachsamen Augen. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Maiglöckchen mitten unter den Bärlauchpflanzen steht. Wenn man bereits mehrere Bärlauchblätter gesammelt hat, riecht man den Unterschied nicht – aber fühlen und sehen kann man ihn weiterhin.

Wie lagere ich Bärlauch am besten

Bärlauch genießt man am besten noch ganz frisch direkt nach dem Pflücken oder nach dem Einkauf. Man kann den Geschmack auch ganz einfach konservieren, indem man aus dem Bärlauch Pesto oder Pasten zubereitet, auch Öl kann man prima damit machen. Bärlauch kann auch eingefroren werden, verliert dabei jedoch etwas an Geschmack. Was ihr noch alles mit Bärlauch machen könnt, findet ihr in meiner Rezeptsammlung. Passend zur Warenkunde – Bärlauch habe ich noch einige vegetarische Rezepte im Archiv gefunden, die man auch einfach veganisieren kann. Probiert es doch einfach mal aus. 🙂

Rezepte mit Bärlauch

Mit einem Klick auf das Bild, gelangt ihr zum jeweiligen Rezept

Ich hoffe euch hat die neue Ausgabe Warenkunde – Bärlauch gefallen und sie konnte euch weiterhelfen.

Macht es euch schön ♥
Nadine

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