Ein Rückblick auf 6 Monate „Projekt Zuckerfrei“

Die Ironie dieses Beitrages liegt schon allein darin, dass ich diese Zeilen schreibe, während ein Schälchen leckerster Vla neben mir steht und vertilgt wird. Daher stehen die Worte „Projekt Zuckerfrei“ auch in Anführungszeichen. Denn zu 100% zuckerfrei habe ich mich nach meinem Start in das Projekt nicht ernährt. Warum es mir teilweise schwer fällt auf Zucker zu verzichten, worauf ich jedoch immer noch achte und was mir das Projekt gebracht hat, erfahrt ihr heute.

Mir war klar, dass ich eine vollkommen zuckerfreie Ernährung nicht mit meinem Alltag vereinen kann, ohne, dass ich absolut strikt vorgehe. Aber manchmal möchte man sich etwas gönnen, manchmal hat man ein Stückchen seines Lieblingskuchens vor sich stehen und dann kann man einfach nicht widerstehen. Und genau das ist es was mir eine dauerhaft zuckerfreie Ernährung erschwert. Meine Lust am Essen!

Sich zuckerfrei zu ernähren kann nerven. Nicht nur andere, auch einen selbst.

Natürlich kann man auch lustvoll und vorallem lecker essen, wenn man sich zuckerfrei ernährt. Das habe ich in den Anfängen durchaus gemerkt. Aber schnell etwas auf die Hand, ein Stück Kuchen in einem Café, Geburtstage oder andere Feierlichkeiten machen es einem nicht leicht. Nicht immer hat man die Zeit sich etwas selbstzubacken, nicht immer möchte oder kann man etwas selbst mitbringen. Die ewige Fragerei, ob in dies und jedem Zucker sei und wenn ja wie viel, ging nicht nur mit auf die Nerven. 😉

Von daher verabschiedete ich mich schon sehr schnell von einer zuckerfreie Ernährung, wenn ich unterwegs war. Ich bestellte mir dann keine Desserts oder offensichtlich zuckerhaltige Gerichte. Aber absolut sicher sein, kann man sich dann eben nie. Das war meine Ausnahme – Auswärts ein Auge zu drücken.

Mit der ersten Ausnahme ging es auch schon los!

Ich bin jemand, der sich schnell weitere Ausnahmen gönnt. Ein Stückchen Kuchen hier, ein Bonbon da und schwupps – ist man wieder voll auf Zucker. Darüber mache ich mir nun viele Gedanken und frage mich natürlich, ob ich es erneut schaffen würde auf Zucker zu verzichten. Mir ging es so unglaublich gut damit und ich merke den Konsum bereits wieder. Der kleine Hunger am Nachmittag meldete sich zurück, die Lust auf Süßes ist wieder da und die unglaubliche Schläfrigkeit ebenfalls. Einzig und allein die Magenschmerzen blieben bisher aus, aber möchte ich warten, bis sie wieder da sind? Nein – definitiv nicht!

Daher werde ich ab November das Programm erneut durchziehen. Kurz vor Weihnachten eine doppelte Hürde mit all den leckeren Plätzchen, Lebkuchen und und und… Um mir das Leben nicht schwerer zu machen als es sowieso schon ist, verzichte ich bewusst nur auf zugesetzten Zucker und beim Backen & Kochen auf Haushaltszucker bzw. raffinierten Zucker. Das heißt für die Arbeit muss ich wieder lernen bewusster zu essen. Sprich Abends nicht faul sein, sondern für den nächsten Tag vorkochen. Es wird wieder mehr Brot gebacken und viel mehr selbstgemacht als es das bisher wurde.

Also heißt es jetzt bald wieder „Tschüß Zucker“ für mich!

Wer von euch ist denn ebenso verrückt wie ich und möchte es so kurz vor Weihnachten angehen, dem Zucker Adé zu sagen? Über seelische und moralische Unterstützung würde ich mich sehr freuen! 🙂

Macht es euch schön ♥
Nadine

Die Beitragsreihe zu meinem „Projekt Zuckerfrei“ findet ihr, inklusive aller zuckerfreien Rezepte, auf dieser Seite [KLICK].

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2 Kommentare

  • Antworten
    Sandra
    17. Oktober 2016 at 13:44

    Hallo liebe Nadine,
    danke für diesen Beitrag. Ich bin irgendwie echt davon ausgegangen, dass du weiterhin auf Zucker verzichtest. Bei dir klang das alles so easy und als du dein zuckerfreies Projekt begonnen hast, hab ich noch gedacht, dass ich das niemals schaffen würde. Eine wahnsinnige Leistung wie ich finde! Wobei es natürlich schon manchmal schwierig wird, wenn man z.B. im Urlaub ist. Das kann ich schon verstehen.
    Nachdem ich Ende Juni krank wurde, habe ich aucc begonnen auch auf Zucker zu verzichten. Ich glaube nicht in dem Ausmaß wie du, denn dass ich das nicht zu 100% schaffen werde war mir klar. Mittlerweile ist ja in den tollsten Lebensmitteln Zucker zugesetzt. Nun backe ich mir aber auch mein Brot selbst und bin mir ziemlich sicher, dass ich meine zuckerfreie Ernährung zu 95% einhalte. Wie du sagst, wenn man irgendwo essen geht, steckt man nicht drin, obwohl auch ich keine Desserts oder Kuchen bestelle. 😉
    Allerdings ist es mir auch sehr wichtig, auf alternative Süßungsmethoden so weit als möglich zu verzichten. Die einzigen Alternativen die ich sehr sparsam und selten einsetze sind Ahorn-, Kokosblüten- und Agavensirup.
    Ich denke so tun wir unserer Gesundheit und unserem Körper echt was sehr Gutes. Also halte durch oder mach einfach weiter so!
    LG Sandra, die dich gerne seelisch und moralisch unterstützt.

    • Antworten
      nadine
      20. Oktober 2016 at 8:57

      Liebe Sandra,
      das Dranbleiben ist mir leider sehr schwer gefallen, aber ich hoffe wirklich, dass ich es weiterhin so gut durchziehen kann, wie es am Anfang war. 🙂
      Ich drücke dir auch weiterhin die Daumen, dass du es so gut durchhälst, auch wenn es unter anderen Umständen ist.

      Liebe Grüße
      Nadine

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