Cantuccini

Da ich mit dem letzten Buch recht knapp dran war, hatte ich keine Zeit mehr das geplante Rezept daraus zu backen. Leider – aber ich werde es nachholen und euch hier natürlich zeigen. Da ich es auch nicht geschafft hatte die Gewinnpakete loszuschicken, habe ich einfach noch ein paar Cantuccini mit eingepackt und mit geschickt. Als kleines Trostpflaster, da sie so lange warten mussten.

Wenn im Frühjahr die Erntesaison beginnt, fragt sich so mancher Hobbygärtner: Was gibt es Schöneres als mit den Zutaten aus dem eigenen Garten zu kochen? Für Margarete Kohlmann wohl nur das Gärtnern und Leben mit dem Garten selbst. Ihr eigener Garten gibt vieles her, manches wird durch frische Zutaten vom Markt und aus der Natur ergänzt. Ihre Leidenschaften für Garten und Küche versammelt der reich bebilderte Rezept- und Geschichtenband Mein Garten deckt den Tisch.

Mein Garten deckt den Tisch aus dem LV Verlag.*
19,95 €
Seitenzahl: 140
ISBN 978-3-7843-5245-9

In den neun Kapitel des Buches gibt es nicht nur süße Sachen zu entdecken, in erster Linie findet man darin herzhafte Leckereien die zum größten Teil vegetarisch sind. Doch auch die Fleischfresserchen unter euch werden darin fündig. Man findet Rezepte mit Gemüse, Knollen, Beeren & Früchten die leicht nachzukochen sind und auch teilweise mit Fleisch und Fisch kombiniert werden. Aber hauptsächlich geht es um Gerichte die aus dem Garten heraus gezaubert werden können. Sagt ja auch schon der Titel aus 🙂 Wer nun keinen Garten hat – so wie ich – der kann sich natürlich die Zutaten auch frisch im Supermarkt, beim Gemüsehändler oder beim Bauern um die Ecke besorgen. Zu jedem Rezept gibt es einen kurzen Text der das Rezept einleitend Begleitet und auch die ein oder andere Anekdote bereit hält.

Zu Beginn gibt es eine Einleitung in der die beiden Autorinnen über das Glück des eigenen Gartens erzählen um dann direkt mit dem ersten Kapitel „Blütenträume auf dem Teller“ zu starten. Endlich habe ich ein Rezept für gefüllte Zucciniblüten das sich wirklich sehr viel versprechend liest. Sobald meine Zuccini auf dem Balkon reif sind, wird es getestet! Besonders angetan haben es mir die beiden Rezepte auf den Bildern oben „Spaghetti mit grünem Gartengemüse und Pesto“ aus dem Kapitel „Stängel, Blätter & Früchte mit Biss“ (rechts) und die „Brennnessel-Gnocchi“ aus dem Kapitel „Würziges mit Gartenkräutern“. Lecker, lecker sieht das alles aus!

Die beiden Kapitel „Fruchtiges & Süßes mit Suchtpotenzial“ und „Gebackenes aus dem Garten“ treffen genau meinen Backnerv! Seht ihr die tolle Apfel-Charlotte auf dem oberen Bild?! Einfach entzückend das kleine Ding! Auch die Cantuccini stammen aus diesen Kapiteln und schmecken wirklich wie aus einem Café – zu einem Espresso einfach himmlisch. Das letzte Kapitel „Resteküche“ finde ich als Anregung für jeden sehr gut. Ich sehe es leider nur zu oft bei uns, dass einiges über bleibt und man es nicht immer schafft alles zu verarbeiten. Reste vom Abendessen werden meist mit auf die Arbeit genommen, aber über gebliebenes Gemüse, Kräuter, Eier, Sahne etc. muss einfach weg. Es endet meistens so, dass wir eine Misch-Masch Sauce daraus machen und Nudeln dazu essen – an sich nicht schlecht, aber auf Dauer keine Lösung. Da kommen so feine Sachen wie „Kartoffel-Kräuter-Plätzchen“, „Knödel-Reste-Variation“ und „Kohlmanns Scheiterhaufen“ gerade recht.

Alles in allem finde ich das Buch sehr gelungen. Es wartet nicht mit besonderem Design auf sondern beschränkt sich auf die Darstellung der Rezepte mit guten Bildern die auf viel Schnick Schnack verzichten. Es geht wirklich um die Rezepte und die Verwertung von Gemüse, Kräutern, Knollen usw.

Rezept für ca. 35 Stück:
250 g Mehl
180 g Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
2 Päckchen Vanillezucker
1/2 Fläschchen Bittermandelaroma
1 Prise Salz
75 g Butter
2 Eier
175 g ganze Mandeln

Zubereitung:
Mischt Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Salz und Bittermandelaroma in einer Schüssel. Häuft es auf und drückt in die Mitte eine kleine Vertiefung ein. Gebt dort die Eier und die Butter in Stückchen hinein. Verknetet nun alle Zutaten zu einem Teig. Zum Schluss werden die Mandeln per Hand untergeknetet. Formt den Teig zu einer Kugel und legt ihn für ungefähr eine Stunde in den Kühlschrank.

Teilt den Teig in 4 Portionen und rollt jede Portion zu einer Rolle. Legt die Rollen mit ein bisschen Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Nun werden die Rollen bei 200 °C für 10 bis 15 Minuten gebacken. Nehmt die Rollen aus dem Ofen und lasst sie etwas abkühlen. Schneidet die Rollen dann schräg in ungefähr 1cm dicke Stückchen. Da meine Rollen sehr weit gelaufen sind, habe ich sie auch noch mal quer durchgeschnitten.

Die Scheiben mit der Schnittfläche nach oben auf dem Backblech verteilen und nochmals für ungefähr 10 Minuten rösten. Stellt dazu den Ofen auf Oberhitze ein. Lasst sie auskühlen und verpackt sie dann in einer Luftdichten Dose.
Mit einem Kaffee oder Espresso dazu sind sie einfach köstlich – nicht, dass sie so nicht auch schon super lecker schmecken würden 😉

Ich hoffe ihr fandet die „Jeden Tag ein Buch“ Woche ebenso spannend wie ich. Es wurden viele tolle Bücher vorgestellt und einige davon waren mir ganz neu. Auf der Facebookseite und auch bald auf der Seite von Arthurs Tochter Kocht findet ihr alle Besprechungen der unterschiedlichsten Bücher der Woche.

Macht’s euch schön ❤
süße Grüße,
Nadine

Aus „Mein Garten deckt den Tisch“ von Margarete Kohlmann und Angelika Gördes-Giesen (LV-Buch)

*Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Schokohimmel
    2. Juni 2014 at 14:30

    Cantuccini zum Kaffee, hervorragend. Und deine sehen klasse aus! Meine werden immer total riesig, weil ich unterschätze, wie sehr die Teigrollen beim Backen aufgehen :-D. Aber egal, ich ess auch gern Riesen-Cantuccini… Liebe Grüße, Ju

    • Antworten
      SweetPie
      2. Juni 2014 at 15:02

      Das habe ich auch absolut unterschätzt und sie einfach noch mal in der Mitte durchgeschnitten. 🙂
      Ob nun klein oder groß, hauptsache sie schmecken. Danke dir für das Lob meine Liebe <3

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